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DER FISCHERHAFEN UND DIE ALTE MOLE

Port de Pollença, s/n

Altes Fischerdock, umgeben von den traditionellen Fischerbooten, dem "Llaüts"

Altes Fischerdock, wo sich der Fischerhafen befindet, umgeben von den traditionellen Fischerbooten, dem "Llaüts". All dies steht im Gegensatz zum modernen Nautical Club-Gebäude

Die erste Anlegemole wurde zwischen 1826 und 1829 gebaut, "damit die Boote beladen werden konnten, ohne dass die Männer dafür ins Wasser springen mussten“, wie in der Gemeindeakte vom 8. Januar 1825 steht.

Darum nannten dann die Pollensiner den Ort umgangssprachlich Eu Moll, "Die Mole", sogar in der Volkszählung von 1860 ist er als El Moll verzeichnet.. Damals wohnten da nur der Fischer Francesc Enseñat und neun seiner Familienangehörigen.


Erst am 5. Januar 1865 verlieh die Zentralregierung dem Hafen von Pollença die begehrte Kategorie als Zollhafen vierter Klasse. Dies ermöglichte es, Waren auszuführen, sogar ins Ausland, und inländische Produkte im Rahmen einer Regelung für Transportdienstleistungen einzuführen. Das wurde mit einem großen Fest am 11. Juni des Jahres gefeiert.

Der Zollhafen und das Wachstum des Fischfangs verursachten eine erste Festigung des Ortes, so dass er 1900 fast hundert Bewohner zählte. Nach der Jahrhundertwende wurde der Hafen Zweitwohnsitz, zunächst für die wohlhabenden Schichten von Pollença und der Insel, und nach dem Ersten Weltkrieg zu einem wegweisenden Zentrum des internationalen Tourismus.

Derzeit hat El Moll oder der Port de Pollença etwa 7000 Einwohner und bewahrt immer noch Spuren seiner ursprünglichen Gestalt.