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DAS MONTISIÓN-GEBÄUDE

Carrer de Jesús, 42

Der Name Montisión ist mit drei der berühmtesten Persönlichkeiten aus Pollença verbunden

Zwischen 1696 und 1738 von den Jesuiten errichtet, wenn auch Ende des 19. Jahrhunderts grundsaniert, ist Montisión eng mit den berühmtesten Bewohnern von Pollença verbunden.

Das Kollegium von San Ignacio, im Volksmund das Gebäude von Montisión bekannt, wurde zwischen 1696 und 1738 von den Jesuiten (1) errichtet, auch wenn dieser kirchliche Orden die Räume bereits schon 1703 bewohnte. Zunächst umfasste es eine Kirche und ein Kloster, die 1767 nach der von Karl dem III. befohlenen Vertreibung der Jesuiten aus Spanien aufgegeben wurden.

Aus diesem Grund ist das meiste Mobiliar und die Bilder, die man in diesem Gebäude vorfindet, nicht Original, sondern kommt aus anderen Kirchen oder wurde im Rahmen der tiefgreifenden Sanierungsarbeiten erstellt, die im 19. Jahrhundert durchgeführt wurden, während ein Teil des Gebäudes den Rathaus-Büros und dem Gericht vorbehalten war und der Gottesdienst in dieser Kirche wieder aufgenommen wurde. Im 20. Jahrhundert war hier auch eine öffentliche Schule untergebracht.

Der Name Montisión ist jedoch auch mit drei der bekanntesten Persönlichkeiten von Pollença verbunden. So komponierte der Musiker Miquel Capllonch (1861-1935) mehrere Werke für den Kirchenchor und erreichte so, dass die bis dahin elitäre klassische Musik auch für das ganze Dorf erreichbar war. Seinerseits begann Mateu Rotger, der als erster Historiker von Pollença betrachtet wird, 1885 damit, das Gebäude zu sanieren. Arbeiten, die einer der bekanntesten Pollenser fortsetzte, der Dichter Miquel Costa i Llobera (1854-1922), der zu einer der berühmtesten und wohlhabendsten Familien der Stadt gehörte und nicht nur Priester der Kongregation von Montisión war, sondern auch einer der Förderer der Sanierung Ende des 20. Jahrhunderts, zu der er auch eigene Bilder beitrug.
 
(1) Jesuiten: Die Gesellschaft Jesu, dessen Mitglieder im Volksmund als Jesuiten bekannt sind, ist derzeit die größte katholische männliche Ordensgemeinschaft mit Präsenz in 127 Ländern. Seine Mitglieder, darunter auch Menschen, die weder Priester noch Mönche sind, bekennen sich zum Gelübde des Gehorsams, der Armut und der Keuschheit und des Gehorsams gegenüber dem Papst, und erhalten mit dem Zeitpunkt ihres Eintritts in den Orden eine intensive intellektuelle Ausbildung. Als Merkmal ihres Apostolats müssen die Jesuiten stets bereit sein, Jesus Christus und der Kirche zu dienen, wo immer ihre Dienste am meisten und dringendsten gebraucht werden. Unter den berühmten Jesuiten befinden sich, neben dem Gründer San Ignacio de Loyola, San Francisco Javier oder San Francisco de Borja und auch der aktuelle Papst, Franziskus der I.